Systemvergleich Gebäudeautomation

Übersicht der einiger Systeme für die Gebäudeautomation

 

KNX/EIB

KNX (früher EIB: Europäischer Installations-Bus, auch Instabus genannt) das bekannteste und älteste System für die Gebäudeautomation. Der EIB wurde in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts entwickelt, konzeptionell in erster Linie für Zweckbauten ausgelegt. KNX wurde und wird von mehreren grossen Elektroherstellern entwickelt und vertrieben. Da es nur von spezialisierten Elektroinstallationsfirmen installiert und konfiguriert werden kann und die Kompeonenten relativ teuer sind, ist KNX im Bereich der privaten Hausautomation nicht relevant. Es wurde als dezentrales System konzipiert zu einer Zeit, als noch nicht absehbar war wie billig und leistungsfähig die Hardware für zentralgesteuerte Systeme werden würde. Daher wurden und werden Logikfunktionen über spezielle teure und aufwändig zu konfigurierende Logik-Bausteine realisiert was intelligente Anwendungsfunktionen teuer und aufwändig macht. Erst in den letzten Jahren wurden Server auf PC-Basis (auch Hutschienen-PCs) als Zentrale angeboten. Die Preise für solche Zentrale inkl. Software liegen deutlich im 4-stelligen Bereich (ab ca. 2.500 Euro).
Der Leitungsbus benötigt zwei Drähte eines speziellen Buskabels und arbeitet mit 9600 Baud (Bit/s), einer Übertragungsgeschwindigkeit aus den Anfängern der digitalen Datenübertragung.
Optional gibt es mittlerweile auch KNX-Geräte auf Funkbasis im 868Mhz-Bereich.

Pro Contra
Grosse Modulanzahl in einer Installation möglich
Installation/Konfiguration nur durch Fachfirmen möglich
Mehrere Hersteller Geräte/Dienstleistungen teuer
Grosse Modulvielfalt
Zentralen/Software hochpreisig
  Langsamer Leitungsbus
  CL-Software nicht verfügbar

 

c-comatic

c-comatic ist eine Zentrale, die es ermöglicht mehrere HomeMatic-CCUs in einem Gemäude zusammen einzusetzen, indem diese nur als Gateways benutzt werden. Damit können bis zu 900 HomeMatic-Module in einer Installation eingesetzt werden.

Pro Contra
Bidirektionaler verschlüsselter Funk maximal ca. 900 Geräte
Leitungsbus verfügbar
 
Einfache Konfiguration  
Kostengünstige Hardware und Software
 
Komplexe Anwendungsfunktionen durch leistungsfähige Programmiermöglichkeiten  

 

LCN

LCN ist ein leitungsbasierter Bus, der eine freie Leitung der 230-Volt-Verkabelung nutzt. Voraussetzung ist natürlich, dass eine solche freie Leitung bei der Installation vorgesehen wird. Da es im Normallfall keine freie Leitung in der 230-Volt-Verkabelung gibt ist eine Nachrüstung nicht möglich.
Es gibt eine PC-basierte Zentrale, bei der jedoch funktionsbezogene Lizenzen je nach Anzahl zeit/ereignisbasierter Funktionen gekauft werden müssen und die Möglichkeiten der Programmierung von Anwendungsfunktionen im Vergleich z.B. zu HomeMatic sehr eingeschränkt begrenzt sind.

Pro Contra
Grosse Modulanzahl möglich Funknachrüstung nur über EnOcean-Module
Bus über eine Leizung im 230-Volt-Netz
Programmierung über Zentrale kostenpflichtig nach Anzahl der Geräte und Funktionen wie z.B. Zeitmodulen
  begrenzte Programmiermöglichkeiten
  CL-Software nicht verfügbar

 

 

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